Klimaanpassung für eine lebenswerte Zukunft

Der Klimawandel ist auch in Werdohl spürbar. Häufigere Starkregenereignisse, längere Hitzeperioden und zunehmende Trockenphasen stellen die Stadt vor neue Herausforderungen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre, insbesondere das Starkregenereignis im Jahr 2021, haben deutlich gemacht, wie wichtig Vorsorge und Anpassung sind, um Schäden zu vermeiden und die Lebensqualität dauerhaft zu sichern. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Werdohl ein integriertes Klimaanpassungskonzept erarbeitet, das als Grundlage für einen vorausschauenden Umgang mit den Folgen des Klimawandels dient.

  1. Klimafolgen vorausschauend managen 

    Risiken frühzeitig erkennen, Szenarien einbeziehen und präventiv handeln.

  2. Klimaanpassung als Querschnittsaufgabe etablieren 

    Integration in alle kommunalen Fachbereiche, ressortübergreifende Zusammenarbeit stärken.

  3. Nachhaltige Stadt- und Raumplanung als Grundlage nutzen 

    Flächennutzung klimagerecht gestalten, multifunktionale Lösungen fördern, vorhandene Steuerungselemente ausschöpfen.

  4. Natürliche Klimaanpassungspotenziale und Biodiversität stärken 

    Ökosystemleistungen erhalten und ausbauen, naturbasierte Lösungen priorisieren.

  5. Wissen, Sensibilisierung und Beteiligung fördern 

    Transparente Kommunikation, Akteursbeteiligung und Bildung stärken.

  6. Anpassungsmaßnahmen wirtschaftlich tragfähig gestalten 

    Kosten-Nutzen-Relation prüfen, Synergien mit bestehenden Maßnahmen nutzen.

Im Mittelpunkt der Klimaanpassung stehen in Werdohl der Umgang mit Hitze, Starkregen und Hochwasser, der Schutz von Wäldern und Grünflächen, eine klimaangepasste Stadtentwicklung, die Förderung der biologischen Vielfalt sowie die Sicherung der Wasser- und Infrastrukturversorgung. Besonders berücksichtigt werden dabei sensible Bereiche und Einrichtungen wie Schulen, Pflegeeinrichtungen und Wohngebiete mit hoher Bevölkerungsdichte. 

Klimaanpassung ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Stadt übernimmt hierbei eine zentrale Rolle, doch der langfristige Erfolg hängt auch vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, der Unternehmen und der lokalen Institutionen ab. Durch verantwortungsvolles Handeln, nachhaltige Planung und gegenseitige Unterstützung kann Werdohl Schritt für Schritt widerstandsfähiger werden.

Der städtische Klimaanpassungsmanager wird die Aktivitäten begleiten, koordinieren und unterstützen – unter anderem durch eigene Fachexpertise, Wissensaustausch und Öffentlichkeitsarbeit. Das Aufgabenspektrum des Klimaanpassungsmanagers ist jedoch noch vielfältiger und umfasst darüber hinaus auch die Koordination übergeordneter Prozesse, die Verortung der aufgestellten Ziele bis hin zur Erarbeitung der entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen, die Akquirierung der benötigten Ressourcen sowie auch die Übernahme des Monitorings und Controllings. 

Die Stelle wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Förderprogramms „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (Förderschwerpunkt DAS-A.2 „Umsetzung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes“) gefördert.

Initiiert wurde die Förderung im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel unter dem Förderkennzeichen 67DAA01022. Die Förderung der Stelle, welche mit Unterstützung und Koordination des Projektträgers Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH beantragt wurde, erfolgt zu 90 Prozent und endet am 31.12.2028.

 


Förderhinweis

Seit dem 1. Februar 2024 hat die Stadt Werdohl einen Klimafolgenanpassungsmanager und ist damit die erste Kommune im Märkischen Kreis, die eine eigene Personalstelle im Bereich Klimafolgenanpassung geschaffen hat.

Die Stelle wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen des Förderprogramms „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (Förderschwerpunkt DAS-A.1 „Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes“) gefördert.

Das Vorhaben dient der Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes im Rahmen eines nachhaltigen Anpassungsmanagements als gesamtkommunale Aufgabe. Ziel ist es, die Stadt Werdohl darin zu unterstützen, die notwendigen Anpassungsprozesse möglichst frühzeitig, systematisch und integriert in Übereinstimmung mit den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung anzugehen.

Das Anpassungskonzept dient später als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Anpassungsaktivitäten in der Kommune. Durch das geförderte Projekt soll insgesamt die Anpassungsfähigkeit der Stadt Werdohl an die Folgen des Klimawandels erhöht werden.

Initiiert wurde die Förderung im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel unter dem Förderkennzeichen 67DAA01021. Die Förderung der Stelle, welche mit Unterstützung und Koordination des Projektträgers Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH beantragt wurde, erfolgt zu 90 Prozent und endet am 31.12.2025.