Schulstraße 16,
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Familienzentrum GerneGroß

Pädagogischer Leitfaden

„Jedes Kind ist einzigartig – und darf bei uns genau das sein.“

Im Familienzentrum GerneGroß verstehen wir Bildung als einen lebendigen, ganzheitlichen Prozess, der mit Beziehungen beginnt.
Kinder lernen mit Kopf, Herz und Hand – durch eigene Erfahrungen, Begegnungen, Gefühle und Fragen.
Unsere Aufgabe als pädagogisches Team ist es, diesen Prozess aufmerksam, liebevoll und kompetent zu begleiten.

Unser pädagogisches Verständnis

Unsere Einrichtung ist ein Ort, an dem Kinder in ihrem eigenen Tempo wachsen dürfen.
Wir sehen sie als aktive Gestalterinnen und Gestalter ihrer Welt, die von Natur aus neugierig, kreativ und lernfreudig sind.
Jedes Kind bringt individuelle Stärken, Interessen und Bedürfnisse mit.
Diese Vielfalt begreifen wir als wertvoll – sie bereichert unser gemeinsames Miteinander.

Pädagogik bedeutet für uns, Beziehungen zu gestaltenRäume zu öffnen und Erfahrungen zu ermöglichen, die Kinder stark und selbstbewusst machen.
Unsere Fachkräfte verstehen sich als aufmerksame Begleiterinnen und Begleiter, die beobachten, unterstützen, Impulse geben und da sind, wenn Kinder Halt brauchen.

Dabei orientieren wir uns an den Bildungsgrundsätzen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie an den Leitlinien der Stadt Werdohl und der UN-Kinderrechtskonvention.

Zentrale Prinzipien unserer Arbeit

1. Geborgenheit und Vertrauen

Kinder brauchen Sicherheit, um mutig zu werden.
Darum schaffen wir eine Umgebung, in der sie sich angenommen, verstanden und beschützt fühlen.
Feste Bezugspersonen, verlässliche Tagesstrukturen und ein achtsamer Umgang miteinander geben den Kindern Orientierung und emotionale Stabilität.

2. Selbstbestimmung und Mitgestaltung

Kinder dürfen bei uns mitreden, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen.
Im Alltag, in Projekten oder bei der Gestaltung von Räumen erleben sie, dass ihre Meinung zählt.
Diese Partizipation stärkt Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung und demokratisches Denken – Grundlagen für ein respektvolles Miteinander.

3. Vielfalt und Inklusion

Jedes Kind ist einzigartig – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Entwicklungsstand.
Wir leben eine inklusive und vorurteilsbewusste Pädagogik, in der jedes Kind dazugehören darf und gleiche Chancen zur Entwicklung erhält.
Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf werden von qualifizierten Fachkräften begleitet und individuell gefördert.

4. Bewegung, Gesundheit und Ernährung

Bewegung ist ein Grundbedürfnis und ein Motor für Entwicklung.
Unser Familienzentrum bietet vielfältige Bewegungsräume, einen großen Garten und regelmäßige Bewegungsangebote.
Ebenso wichtig sind gesunde Ernährung und bewusste Ruhephasen.
Gemeinsames Essen, Entspannung und ausreichend Schlaf fördern das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder.

5. Kinderrechte und Kinderschutz

Die Rechte der Kinder bilden das Fundament unseres Handelns.
Jedes Kind hat das Recht auf Schutz, Bildung, Beteiligung und eine gewaltfreie Umgebung.
Unsere Mitarbeitenden sind im Kinderschutz geschult, handeln aufmerksam und mit professioneller Sicherheit.
Programme wie „Mut tut gut“ oder „Stark ohne Muckis“ stärken Kinder darin, ihre Grenzen zu kennen und für sich einzustehen.

Bildung in Beziehung – Lernen mit allen Sinnen

Kinder lernen am besten, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen.
Darum legen wir großen Wert auf eine vertraute, wertschätzende Beziehung zwischen Kindern, Eltern und Fachkräften.
Aus dieser Beziehung heraus entstehen Lernprozesse, die Sinn ergeben und Freude bereiten.

In Projekten, im freien Spiel oder bei alltäglichen Situationen erleben Kinder, dass Lernen überall stattfindet:
beim Experimentieren, beim Erzählen, im Garten, beim Bauen, Musizieren oder in der Küche.
Unsere Räume sind als Funktionsräume gestaltet – jedes Kind kann frei wählen, wo es spielen, forschen oder kreativ sein möchte.

So entsteht eine Lernumgebung, die Neugier, Eigeninitiative und Verantwortung fördert – und die Kinder stark für ihren weiteren Lebensweg macht.

Rolle der pädagogischen Fachkräfte

Unsere Fachkräfte sind Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter der Kinder.
Sie verstehen sich nicht als Anleiterinnen, sondern als Partner auf Augenhöhe.
Sie geben Raum, stellen Fragen, beobachten feinfühlig und ermutigen die Kinder, eigene Lösungen zu finden.
Regelmäßige Beobachtungen, Reflexion und Dokumentationen (z. B. über Portfolios oder die Nemborn-App) helfen dabei, jedes Kind individuell zu fördern.

Fort- und Weiterbildungen, Supervision und Teamgespräche sorgen dafür, dass unsere Arbeit fachlich fundiert und aktuell bleibt.

Kooperation mit Eltern

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen ihrer Kinder – und für uns zentrale Partner in der Bildungsarbeit.
Wir pflegen eine offene, vertrauensvolle Kommunikation und verstehen uns als Begleiter der gesamten Familie.
Gespräche, Elternabende, Workshops oder gemeinsame Aktionen fördern den Austausch und stärken das Miteinander.

Unser Ziel ist es, Eltern zu entlasten, zu informieren und zu bestärken – damit Kinder in einem stabilen Umfeld aufwachsen können, das von Vertrauen, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist.

Unser Ziel

Wir möchten Kinder darin bestärken, mit Freude zu lernen, Vertrauen in sich selbst zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
Unser Familienzentrum soll ein Ort sein, an dem sie sich sicher fühlen, Freunde finden, Fragen stellen und Neues entdecken dürfen.

Denn:

„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entzündet werden sollen.“
– (Francois Rabelais)

Familienzentrum GerneGroß – Allgemeine Informationen

Das Familienzentrum GerneGroß ist eine Kindertageseinrichtung der Stadt Werdohl.
Unser Haus versteht sich als offener Ort der Begegnung, an dem Kinder, Eltern und Familien willkommen sind. Wir begleiten Familien auf ihrem Weg und schaffen Räume, in denen Vertrauen, Bildung und Gemeinschaft wachsen können.

Öffnungszeiten & Betreuungsmodelle

Die Einrichtung ist montags bis freitags von 7:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.
Je nach Bedarf können Eltern zwischen unterschiedlichen Betreuungsumfängen wählen:

25 Std:7.30 Uhr – 12.30 Uhr
35 Std:7.00 Uhr – 14.00 Uhr
 7.30 Uhr – 14.30 Uhr
45 Std:7.00 Uhr – 16.00 Uhr

So können Familien flexibel die Betreuungszeit wählen, die zu ihrer Lebenssituation passt.

Ab 13.15 Uhr sind die Türen zum Abholen geöffnet.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular der Stadt Werdohl.
Dieses Formular ist in der Kita erhältlich oder über die Website der Stadt herunterzuladen.
Nach dem Ausfüllen wird es direkt im Familienzentrum GerneGroß abgegeben.
Nach der Anmeldung erfolgt eine persönliche Rückmeldung zur Platzvergabe und zum weiteren Vorgehen.

Besichtigung & Kennenlernen

Interessierte Familien können das Familienzentrum regelmäßig im Rahmen unserer quartalsweisen Besichtigungstermine kennenlernen.
Die Anmeldung zur Besichtigung erfolgt telefonisch oder per E-Mail über die Einrichtung.
So erhalten Eltern einen authentischen Einblick in unsere pädagogische Arbeit und die Räumlichkeiten.

Therapiemöglichkeiten im Familienzentrum

Logopädie, Frühförderung

Familien – und Erziehungsberatung

 

Beratung zur Kindertagespflege

Tagesmütter/-väter

 

Elternkurse zur Stärkung der Elternkompetenz

 

Informationsveranstaltungen zu pädagogischen Themen

 

Betreuungsangebote für Kinder ab 4 Monaten

Notfallbetreuung bei Bedarf

Kinderbetreuung während der Bildungsangebote des Familienzentrums

 

Begegnungen im Familien Café

Familienfeste, Ausflüge

Veranstaltungen mit Senioreneinrichtungen

 

Griffbereit und Rucksackgruppe

 

Kooperation mit den Grundschulen

 

Ein Tag im Familienzentrum – Unser Herzstück

Ein gut strukturierter Tag gibt Kindern Halt – Freiräume und Mitbestimmung füllen ihn mit Leben.
Unser Tagesablauf ist klar gegliedert, aber flexibel genug, damit jedes Kind in seinem Tempo ankommen, spielen, essen und ruhen kann.

7:00 – 9:00 Uhr | Ankommen und Frühstück

Der Tag beginnt ruhig und herzlich.
Kinder werden begrüßt, dürfen frei spielen, malen oder mit Freunden plaudern.
Das Frühstück steht in Buffetform bereit – mit frischem Brot, Müsli, Obst, Gemüse und Getränken.
Jedes Kind entscheidet selbst, wann und was es frühstückt. So lernen sie, auf ihre Bedürfnisse zu achten und selbst Verantwortung zu übernehmen.

Während des gesamten Tages steht in der Küche frisches Obst bereit, das sich die Kinder jederzeit nehmen dürfen – für den kleinen Hunger zwischendurch.

9:00 – 9:30 Uhr | Morgenkreis

Im Morgenkreis starten wir gemeinsam in den Tag.
Wir singen, erzählen, planen und besprechen, was heute ansteht.
Kinder dürfen Ideen äußern, Projekte vorschlagen oder einfach erzählen, was sie bewegt.
So entsteht Nähe, Orientierung und ein Gefühl von Gemeinschaft.

9:30 – 13:00 Uhr | Bildungszeit & freies Entdecken

Jetzt beginnt die offene Bildungszeit – das Herzstück unseres pädagogischen Alltags.
Die Kinder wählen frei, wo sie spielen, forschen oder kreativ sein möchten:
im Atelier malen, im Bewegungsraum toben, im Rollenspielbereich Geschichten erfinden oder draußen die Natur erkunden.

Unsere Fachkräfte begleiten die Kinder aufmerksam, geben Anregungen, hören zu und helfen, Konflikte zu lösen.
Projekte entstehen oft aus den Fragen der Kinder selbst – so wird Lernen lebendig und sinnhaft.

11:00 – 13:00 Uhr | Gleitende Mittagszeit

Das Mittagessen verläuft bei uns gleitend, damit die Kinder selbst entscheiden können, wann sie essen möchten.
In diesem Zeitraum können sie zwischen Spielen, Forschen oder einer Mahlzeit frei wählen.
Gemeinsam mit den Fachkräften decken sie die Tische, schöpfen eigenständig und genießen das Essen in kleinen, ruhigen Gruppen.

Wir achten auf ausgewogene, kindgerechte Mahlzeiten und eine gemütliche Atmosphäre.
Kinder mit 35-Stunden-Betreuung bringen ihren eigenen Imbiss mit – sie essen selbstverständlich mit den anderen gemeinsam.
So bleibt das Mittagessen ein soziales, verbindendes Erlebnis.

11:00 (U3) / 12:00 – 14:00 Uhr | Ruhezeit

Nach dem Vormittag ist Zeit zum Durchatmen.
Für unsere jüngsten Kinder unter 3 Jahren beginnt die Ruhezeit bereits ab 11:00 Uhr – in einem ruhigen, abgedunkelten Raum mit vertrauten Bezugspersonen.
Die älteren Kinder genießen ihre Ruhezeit zwischen 12:00 und 14:00 Uhr.

Nicht alle Kinder schlafen – manche hören Geschichten, träumen, malen leise oder genießen einfach ein bisschen Stille.
Diese Zeit ist wichtig, damit Körper und Geist zur Ruhe kommen und neue Energie tanken können.

14:00 – 16:00 Uhr | Nachmittagszeit, Bewegung & Abschied

Am Nachmittag wird es wieder lebendig.
Nach einer kleinen Stärkung – oft mit frischem Obst, Crackern oder selbstgemachten Snacks – dürfen die Kinder noch einmal nach Lust und Laune spielen, basteln, draußen toben oder in Kleingruppen Projekte fortsetzen.

Wer möchte, hilft beim Aufräumen, gießt die Pflanzen im Garten oder liest mit Freundinnen und Freunden ein Buch.
Der Tag endet ruhig und herzlich – jedes Kind wird bewusst verabschiedet, mit Zeit für ein kurzes Gespräch oder ein Lächeln.

Unser Team

Zeynep Patan

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• Bauraum
• Stark ohne Muckis
• Tonwerkstatt
• Praxisanleitung

Monika Wisniewska-Konczak

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• MuBu Raum
• Beete
• Besuch in der Bücherei

Yaren Koc

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• Lebenspraktischer Bereich
• Mittagessen

Elif Murat

Zuständigkeiten:
• Studierende im 2. Lehrjahr zur Erzieherin

Gülay Özsoy

Zuständigkeiten:
• Rollenspielbereich
• Fachkraft
• Wassergewöhnung
• Wald
• Verkehrserziehung
• Elternbegleiterin
• Rucksack

Oya Halilcavusogullari

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• Turnraum
• Elterncafe

Dilara Khaveci

Zuständigkeiten:
• Ergänzungskraft in der Gruppe
• Besuche im Altenheim

Chantal Müller

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• Haus der kleinen Forscher
• Wassergewöhnung
• Wald
• Praxisanleitung

Lydia Suba

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• U3 Bereich

Sinem Akca

Zuständigkeiten:
• Ergänzungskraft im U3-Bereich
• Eltern Café

Irini Ntritsou

Zuständigkeiten:
• Fachkraft für U3
• Pekip
• Übergänge

Belen Johanson-Plaza

Zuständigkeiten:
• Fachkraft für U3

Svenja Voy

Zuständigkeiten:
• Fachkraft U3
• Küche unten
• Baby Zeichensprache

Didem Maatouk

Zuständigkeiten:
• U3 Fachkraft
• Babymassage

Pavlina Akdeniz

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• Attelier
• Tonwerkstatt
• Besuch im Altenheim

Joanna Stankiewicz

Zuständigkeiten:
• Ergänzungskraft in der Waldflitzergruppe
• Beete

Judith Bathe-Dunker

Zuständigkeiten:
• Küche oben
• Engel des Alltags

Kraiyut Raschasin

Zuständigkeiten:
• Küche oben
• Engel des Alltags

Elif Gülce

Zuständigkeiten:
• Küche unten
• Engel des Alltags

Maren Klaes

Zuständigkeiten:
• Engel des Alltags

Nicole Bekavac

Zuständigkeiten:
• Fachkraft
• Sprachspiel-Paradies
• Team Building

Pia Ziese

Zuständigkeiten:
• Inklusionsarbeit
• Elternarbeit
• Team Building
• Wassergewöhnung 

Pina Knips

Zuständigkeiten:
• Team Building
• Elternarbeit
• Management
• Kinderschutzfachkraft
• Networking

Gina Grieger

Zuständigkeiten:
• Stellvertretende Leitung
• Büro
• Kinderschutzfachkraft